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Deep-DiveMittel4 Min. Lesezeit31. Mai 2026

Columnaris bei Aquarienfischen — vom Pilz unterscheiden und behandeln

Eine bakterielle Erkrankung, die oft mit Pilz verwechselt wird. Weißlich-graue, watteartige Flecken an Kopf und Flossen; der aggressive Stamm tötet in 24 Stunden. Behandlung — Antibiotikum, Temperatur senken, Salz.

Columnaris in aquarium fish — telling it from fungus and treating it — aquarium guide
Unsplash / Various photographers

Columnaris wird vom Gram-negativen Bakterium Flavobacterium columnare verursacht. Die Krankheit wird oft «falscher Pilz» genannt — sie sieht aus wie Saprolegnia, hat aber eine völlig andere Natur und braucht ganz andere Mittel. Fehldiagnose ist der Hauptgrund, warum Fische an Columnaris sterben.

Symptome: graue-weiße «Watte»-Flecken an Kopf, Rücken, Flossenbasen; Geschwüre und Erosion; weiche zerfetzte Flossen; charakteristische «Sattel»-Nekrose quer über dem Rücken; schnelle Atmung bei Kiemenbefall. Der aggressive Stamm über 28 °C ist besonders gefährlich — Tod in 24 Stunden.

Behandlung und Unterscheidung vom Pilz

Schlüsselunterschied: Pilz ist flauschig, lange Fasern lassen sich mit der Pinzette abziehen. Columnaris ist ein dichter, in die Haut «eingebackener» Belag, lässt sich nicht ablösen. Behandlung: Kanamycin 50 mg/L oder Erythromycin/Oxytetracyclin im Krankenbecken, Temperatur auf 24–26 °C senken (das Bakterium vermehrt sich langsamer), Salz 1 g/L, kompletter Wasserwechsel nach 24 Stunden.

Prognose und Vorbeugung: bei frühem Behandlungsbeginn und niedrigerer Temperatur überleben 60–80 %. Hauptauslöser — hohe Temperatur, schlechtes Wasser, Verletzungen durch aggressive Mitbewohner. Quarantäne für Neuzugänge ist Pflicht — Columnaris kommt oft aus überbesetzten Ladenbecken.

Häufige Fragen

Lässt sich Columnaris ohne Antibiotikum heilen?
In leichten Fällen — Salz 1 g/L + Temperatur auf 24 °C senken bremst manchmal das Fortschreiten. Bei typischen «Watte»-Flecken ist ein Antibiotikum unverzichtbar — sonst stirbt der Fisch.
Ist Columnaris für Mitbewohner ansteckend?
Ja, besonders bei hoher Temperatur und Stress. Isoliere die Kranken und senke das Hauptbecken vorbeugend für eine Woche auf 26 °C.
Warum erkranken gerade Kampffische und Labyrinther so oft?
Sie neigen zu Flossenschäden (Aggression, falsche Mitbewohner), und Flavobacterium besiedelt zuerst beschädigtes Gewebe. Sorge für Ruhe und sauberes Wasser.
Goldie Science Board — collective scientific review panel
AutorGoldie Science Board

Wissenschaftlicher Beirat — Ichthyologen und Tierärzte

Ichthyologen und Tierärzte mit Hochschulabschluss · Stützen sich auf FishBase, Seriously Fish und Peer-Reviewed-Literatur · Zeichnen jeden geprüften Artikel mit ihren ausgewiesenen Qualifikationen

Ichthyologist Dr. Claire Bennett — portrait headshot
Geprüft vonDr. Claire Bennett

PhD in Ichthyologie, Forscherin der Buntbarsche der Großen Afrikanischen Seen

Promotion in Ichthyologie, Universität Edinburgh · Feldforschung in Malawi, Tanganjika und Victoria (2013–2018) · 12+ peer-reviewte Publikationen zum Buntbarsch-Verhalten

Quellen

  1. Seriously Fish — Columnaris · Seriously Fish · 2026-05-31
  2. FAO — Fish disease guide · FAO · 2026-05-31

Schlagwörter

KrankheitenKrankheitBehandlungDiagnoseVorbeugung