Aquarium-Simulator
Plane deinen Besatz vor dem Ladenbesuch: prüfe Verträglichkeit, Volumen und Wasserparameter.
Mit Goldies kostenlosem Aquarium-Besatzsimulator planst du dein Becken am Bildschirm, bevor du den ersten Fisch kaufst. Beckengröße wählen, Wasserwerte einstellen, Arten aus dem Katalog hinzufügen — und zusehen, wie sich die Besatzauslastung und Verträglichkeits-Warnungen in Echtzeit aktualisieren.
So benutzt du den Aquarium-Simulator
Wähle zuerst das Beckenvolumen — der Simulator unterstützt Größen von einem kleinen 20-Liter-Nano bis zu einem 400-Liter-Gesellschaftsbecken. Stelle dann Temperatur, pH und Härte so ein, dass das Wasser dem entspricht, was aus deinem Hahn kommt, oder den Werten, die du pflegen willst. Die Umgebung zuerst — weil alles andere (welche Arten dort leben können, wie viele, wie aktiv) von diesen Zahlen abhängt.
Füge Fische aus dem Artenkatalog Gruppe für Gruppe hinzu. Während die Besatzliste wächst, aktualisiert sich ein farbiger Auslastungsbalken, und es erscheinen Warnungen, sobald eine Art unter ihrem Schwarmminimum bleibt, mit einer anderen kollidiert oder ausserhalb ihres Wasserwertebereichs sitzt. Schiebe Fische rein und raus, bis alle Anzeigen grün sind — das ist eine Besatzliste, mit der du sicher in den Laden gehen kannst.
Lesen: Wie viel Liter dein erstes Aquarium wirklich braucht →
Was ist Fischverträglichkeit und warum sie zählt
Zwei Fische, die im Laden friedlich nebeneinander schwimmen, können zu Hause zur Katastrophe werden. Verträglichkeit ist der Schnittpunkt von drei Dingen: Temperament, Umweltansprüche und Verhalten. Ein friedlicher Salmler und ein revierender Cichlid teilen sich kein Becken auf Dauer, auch nicht bei gleicher Temperatur. Ein Flossenzupfer im selben Becken wie ein Langflossen-Betta hinterlässt zerfetzte Flossen innerhalb einer Woche, egal wie groß das Aquarium ist.
Größe, Schwarmverhalten und Wasserchemie zählen ebenso. Ein 2-cm-Fisch ist Futter für einen 15-cm-Räuber. Schwarmarten, die in Gruppen unter sechs gehalten werden, stressen, verstecken sich und stellen das Fressen ein. Weichwasserfische in hartem Wasser scheitern langsam an ihrer Osmoregulation. Der Simulator gleicht das alles mit kuratierten Artdaten ab und markiert riskante Kombinationen, bevor du Geld ausgibst — das spart die häufigste Enttäuschung von Anfängern.
Besatz und der Auslastungs-Indikator
Besatz ist die gesamte biologische Last — also die Abfallmenge, die deine Fische gegenüber Beckenvolumen und Filterleistung produzieren. Überbesatz treibt Ammoniakspitzen, Sauerstoffmangel und Aggression sogar zwischen Arten, die sonst tolerant sind. Eine universelle Regel gibt es nicht: alte Faustformeln wie «ein Inch pro Gallone» versagen bei hochrückigen oder schmutzenden Fischen, und ein dicht bepflanztes Becken mit kräftiger Filterung verträgt mehr als ein nacktes Setup.
Goldies Auslastungs-Indikator schätzt die Biolast aus artspezifischer Biomasse gegen dein Nettovolumen, warnt ab 80% und sperrt den Build über 100%. Behandle ihn als Planungsdeckel, nicht als Ziel — bei 60–70% bleibt Spielraum für Wachstum, vergessene Wasserwechsel und die paar Fische, die du irgendwann doch noch dazusetzen willst. Niedrigere Werte bedeuten ein verzeihenderes Becken, was die meisten Einsteiger eigentlich brauchen.
Wasserwerte erklärt: Temperatur, pH, Härte
Temperatur steuert den Stoffwechsel. Tropische Arten erwarten 24–26 °C; Goldfische und Weißbuchsalmler wollen kühleres Wasser, etwa 18–22 °C. Beide in dasselbe Becken zu setzen ist ein langsamer Kompromiss zum Schaden beider. Der pH-Wert misst Säuregrad: Salmler und Panzerwelse aus Schwarzwasser-Habitaten mögen leicht saures Wasser, während Cichliden der ostafrikanischen Grabenseen hartes, alkalisches Wasser brauchen.
Härte (GH/KH) beschreibt gelöste Mineralien und ist, was dein Leitungswasser tatsächlich liefert — dagegen anzukämpfen ist mühsam und riskant. Wähle Fische, deren natürliche Parameter zu deinem Hahn passen, oder lerne mit Osmosewasser und Remineralisierung zu arbeiten. Der Simulator vergleicht den Bereich jeder Art mit deinen Werten, damit Diskrepanzen auffallen, bevor du auch nur einen Euro ausgegeben oder einen Fisch gestresst hast.
Häufig gestellte Fragen
- Ist das eine vollständige Simulation oder nur Spielerei?
- Es ist ein Lerntool. Verträglichkeitswerte und Umweltbedingungen stammen aus denselben Daten wie unsere Artkarten. Der Simulator ersetzt keine ichthyologische Beratung, hilft aber, Konfliktpaare und zu kleines Beckenvolumen vorab zu erkennen.
- Woher kommen die Verträglichkeitsdaten?
- Aus unseren Artkarten: jeder Eintrag enthält compatibilityNotes, von einer Gutachterin geprüft. Quellen — FishBase, Seriously Fish, peer-reviewte Artikel und Praxis erfahrener Aquarianer.
- Kann ich mein Aquarium speichern?
- Ja. Nach dem Aufbau auf «Speichern» klicken — du erhältst eine URL, die du dir selbst oder einem Freund schicken kannst. Außerdem gibt es einen PNG-Export der Szene.
- Was bedeuten die Farben der Indikatoren unter den Fischen?
- Gelb — Warnung (Schwarmfisch allein, Überbesatz, leichter Konflikt). Rot — kritischer Gesundheitsabfall durch Wasserwerte.
- Ist der Aquarium-Simulator kostenlos?
- Ja, vollständig kostenlos. Kein Premium-Tarif, keine Anmeldung, kein Nutzungslimit. Seite öffnen und planen — wir finanzieren das Projekt über dezente Display-Anzeigen, nicht durch Bezahlschranken.
- Funktioniert der Simulator auf dem Handy?
- Ja. Der Simulator ist responsiv und versteht Touch — tippe eine Art im Katalog an, um sie hinzuzufügen, zieh per Finger zum Umordnen. Am Telefon stapeln sich die Steuerelemente; auf dem Tablet im Querformat ist es am angenehmsten, aber für schnelles Planen reicht das Handy.
- Was bedeutet der Auslastungs-Prozentwert?
- Eine Schätzung, wie voll dein Becken für die gewählten Arten ist, basierend auf Biomasse pro Fisch und Netto-Volumen. Unter 80% bist du entspannt besetzt; 80–100% ist die Warnzone; über 100% sind Ammoniak-Probleme und Aggression zu erwarten. Ein gesundes Planungsziel sind 60–70%.
Nützliche Materialien
Der Simulator ist praktisch, um Hypothesen zu testen. Für Expertenwissen — die Ratgeber: